Sturm

Ich hatte ja die oesterreichische Kueche und ihre Getraenke in Gedanken schon begraben.... nun aber hab’ ich doch ein Getraenk entdeckt, was halbwegs gut die Kehle runtergeht: STURM. Erstmal vorweg: Wikipedia definiert es als Federweissen... ich glaub’ das nicht. Sturm schmeckt extrem suess, ist himbeerrot (gibt es Federroten in Deutschland?) und schmeckt ein bisschen nach Hustensaft. Entweder, die Oesterreicher haben immer noch einige Faesser Glykol rumstehen, oder es ist in der Tat Gycerin drin... egal, das Zeug schmeckt superlecker...

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Was mich aber noch mehr fasziniert hat, waren die zahlreichen Gefahrenhinweise - die Kassiererin im Supermarkt hat eine laute Ansage gemacht, die sich in etwa so anhoerte “Wer von Ihnen den Stahl aufs Band gelegt hat, bitte wieder ins Lager tragen” (ok, meine oesterreichischen Sprachkenntnisse waren nicht gut genug, um den Slang zu versehen, erst als mir die Dame hinter mir ihre Ellbogen in die Rippen stiess und meinte, ich waere gemeint, und ich sollte die Flasche Sturm ins Waegele stellen, wurde mir bewusst, dass ich gemeint war.
Kann die Flasche explodieren? Immerhin, bei der Gaerung vom Most bildet sich Kohlendioxid. Die Flasche war definitiv zu, denn sie kippte mir im Auto beim Heimtransport um, aber explodiert ist sie trotzdem nicht... Fragt sich nur, warum die Oesterreicher ihren Federweissen nicht in Flaschen mit loechrigen Verschlussen abfuellen...